{"id":577,"date":"2010-09-08T03:19:26","date_gmt":"2010-09-08T01:19:26","guid":{"rendered":"http:\/\/clonkspot.org\/blog\/?p=577"},"modified":"2025-05-15T11:40:19","modified_gmt":"2025-05-15T09:40:19","slug":"10-jahre-clonk-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/clonkspot.org\/blog\/2010\/09\/08\/10-jahre-clonk-i\/","title":{"rendered":"10 Jahre Clonk &#8211; I"},"content":{"rendered":"<p>Neulich kam mir der Gedanke mal zur\u00fcckzublicken, wie lange ich schon bei Clonk dabei bin. Im gleichem Gedankensprung viel mir dazu <a href=\"http:\/\/www.cc.striver.net\/texts.php?action=sh&amp;id=29\">Tyrons Artikel<\/a> dazu ein. Sichtlich inspiriert davon, m\u00f6chte ich meine Geschichte von Clonk erz\u00e4hlen. Ich erinnere mich recht gerne an all die Jahre. Und hey, 10 Jahre sind nicht wenig. Ich bin etwas mehr als doppelt so alt, das hei\u00dft mit Clonk habe ich bisher die H\u00e4lfte meines Lebens verbracht. Und das will f\u00fcr ein Computerspiel wirklich was bedeuten. Ich wei\u00df nicht, ob es genau 10 Jahre sind. M\u00f6glicherweise 9.5, aber das ist nicht so wichtig. Vielleicht w\u00fcrfle ich mal das eine oder andere Jahr durcheinander, verzeiht mir daf\u00fcr bitte. Ich werde wohl immer mal wieder abschweifen, aber das tut jeder, der in Erinnerungen schwelgt. Nehmt euch etwas Zeit zum lesen, ich schreibe so, wie es mir aus den Fingern gleitet. Aber halt, wir fangen doch mal von vorn an.<\/p>\n<p><strong>2000 &#8211; Clonk Planet<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Jahr erschien Clonk Planet. \u00a0Auch bekannt als Clonk 4.65 &#8211; eine Weiterentwicklung von Clonk 4. Ich hatte nicht viele Freunde in meiner Kindheit. Das lag einerseits daran, dass (und das bin ich meist immer noch) ein nicht gerade einfacher Mensch bin. Zudem war ich von Grund auf schon immer der Meinung, dass ich mich nicht um viele Freunde gleichzeitig und gut k\u00fcmmern kann. Jedenfalls hatte ich einen. Einen ganz besonderen. Hey, wir hatten keinen BFF Ring, aber trotzdem waren\/sind(?) wir die Besten Freunde. Jedenfalls hatte er bei sich einen Computer stehen. So ein neumodisches Dingens. Frisch eingezogen in die Haushalte, erschwinglich f\u00fcr den Mittelstand. Fasziniert davon \u00fcbernachtete ich h\u00e4ufig bei ihm und wir merkten, dass Spiele zu zweit besser sind, als wenn man sich immer abwechseln muss. Das Angebot war damals recht beschr\u00e4nkt. F\u00fcr uns war LAN noch eher kein Begriff. Woher h\u00e4tten wir auch einen zweiten Computer auftreiben k\u00f6nnen? Daher haben sich unsere, ich nenn es mal mit schmunzeln &#8222;Multiplayer-Sessions&#8220; auf das Spiel<a href=\"http:\/\/www.happypenguin.org\/images\/ss2.png\"> GL Tron<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.file-extensions.org\/imgs\/app-picture\/4629\/jazz-jackrabbit-2.jpg\">JAZZ2<\/a> beschr\u00e4nkt. Beides grandiose Spiele, keine Frage. Aber es soll ja um Clonk gehen. Mein Freund, nennen wir ihn der Einfachheit mal &#8222;den Perserk\u00f6nig&#8220; hatte damals eine ComputerBILD Spiele erhalten. Ein Softwaremagazin, wo meist eine Vollversion und ein paar Demoversionen von diversen Spielen enthalten war. Wir hatten meist die Gamestar CDs ausgeschlachtet, aber nun hatten wir die neue in der Hand. Die anderen Spiele auf<\/p>\n<figure id=\"attachment_585\" aria-describedby=\"caption-attachment-585\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/clonkspot.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/battle.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-585 \" title=\"battle\" src=\"https:\/\/clonkspot.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/battle-300x202.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/clonkspot.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/battle-300x202.png 300w, https:\/\/clonkspot.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/battle-540x365.png 540w, https:\/\/clonkspot.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/battle.png 710w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-585\" class=\"wp-caption-text\">Clonk Planet in all seiner Pracht<\/figcaption><\/figure>\n<p>der CD konnten uns nicht lange besch\u00e4ftigen. Da war noch &#8222;Clonk Planet&#8220; \u00fcbrig. Der Titel klang d\u00e4mlich, also war das schon einmal ein gutes Zeichen. Das Titelbild sah extraordin\u00e4r klasse aus, da ging wohl die Post ab, dachten wir uns. Und die ging auch ab, nur leider anders als wir dachten. Wir starteten in einer 2D Landschaft, dazu ein bl\u00f6des Tr\u00f6ten aus den Soundboxen. Lachkrampf. Wir fanden das Spiel ziemlich albern, wollten es beenden. Einer von uns beiden &#8211; ich wei\u00df wirklich nicht mehr wer, wollte allerdings noch ein bisschen Schabernack damit treiben. Ja, wenn es denn g\u00fcnge. Es ging nicht. Die Steuerung entlockte uns ein &#8222;urk&#8220;. Ja, damals kannten wir noch keine wtfs ;)<\/p>\n<p>Elektrisiert von unserem Ehrgeiz die Steuerung zu meistern buddelten wir immer wieder komische H\u00f6hlensysteme in unsere kleine dynamisch erzeugte Sinuskurven-Map. Dabei hinderte uns immerzu der Regen, den irgendein asketischer Entwickler damals wohl eingebaut hat. So war unsere Hauptaufgabe nicht das Siedeln, oder Gold abbauen, sondern das anlegen von\u00a0 Regenbassins und diversen Schutzsystemen. Allesamt hochprimitiv. Begriffe wie Lehmbr\u00fccken, in Erde pumpen und derolei lagen uns fern. Das eigentlich siedeln beschr\u00e4nkte sich danach dann auf maximal 20 Minuten. Spa\u00dfige Sache. In sch\u00e4tze wir haben etwa ein Jahr recht kontinuierlich so gesiedelt.<\/p>\n<p><strong>2001 &#8211; Shareware<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Irgendwann 2001 wenn mich nicht alles t\u00e4uscht haben wir unseren eigenen Heimcomputer erhalten. Strahlendes Windows 98, superschneller 800MhZ Prozessor, Leistungsf\u00e4hige 16MB Onboard Grafikkarte und unglaublich gro\u00dfe 15GB Festplatte. In meiner Schule war ich ein Held. Ich war so heldenhaft, ich habe es geschafft Windows in nur 9 Stunden zu installieren. Mit Handbuch und Vaters Hilfe, versteht sich. F\u00fcr Druckertreiber weitere 2 Stunden, mindestens. Aber ich schweife ab. Und halt, ich muss zur\u00fcckgreifen. Vor dem PC hatten wir einen von diesen angepriesenen Laptops. Firmenlaptop von meinen Vater, aber es gab ein Modem dazu. \u00dcberrascht von dem <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=aV8DEJ8ydJQ\">Einwahlger\u00e4usch<\/a> und noch mehr \u00dcberrascht vom Internet war das eine v\u00f6llig neue Welt. Ich hatte bis dato noch nie Internet geh\u00f6rt. Computer waren h\u00f6chstens in Banken zu sehen und waren f\u00fcr mich auch nur Schreibmaschinen mit Fernsehbildschirm. Jedenfalls, da war es. Das Internet. Auf einem Galeon Browser ging es mit rasanten 56k durch das www. Viel zu sehen gab es nun nicht f\u00fcr mich, wie auch. Begriffe wie Google, oder Suchmaschine waren noch nicht in meiner Welt vorhanden. \u00dcber einige Umst\u00e4nde gelang es mir allerdings die Clonk.de Seite auszumachen. Dort sah ich erstmalig eine unglaubliche Vielfalt an Screenshots, von allen m\u00f6glichen Zusatzpaketen. Hazard, Jungle, Tiefsee, &#8230; mir leuchteten die Augen. Vor allem weil das Originalpack ziemlich viel beinhaltete, was unsere Sharewareversion nicht hatte. Ich wollte es unbedingt haben. Und zwar jetzt. Von meinem ehemaligen Taschengeld, was in etwa 1Deutsche Mark in der Woche betrug (das war sehr viel als Kind) sparte ich somit auf eine Registrierung hin. Das dauerte etwas, ich habe den Clonk Planet Lizenz Preis nicht mehr im Kopf. Ihr vielleicht? Jedenfalls, ich hatte es irgendwann. Jetzt nur noch ins Internet und irgendwie das Geld dort hin. Aber halt&#8230;Bankkonto? Das klang zu hoch f\u00fcr mich. Vater geholt, der meinte man muss es \u00dcberweisen. Und das war ihm zu heikel. Punkt aus. Ein Traum fing an zu platzen, bevor er \u00fcberhaupt angefangen hatte. Ich hatte das Geld, aber mein Vater meinte, dass diese sogenannte &#8222;Redwolf&#8220; Firma bestimmt Betr\u00fcger sind, die mich um mein erspartes bringen wollen. Jawohl, Betr\u00fcger im Internet. Wenn der gewusst h\u00e4tte was heute so alles im Internet los ist&#8230; ;)<\/p>\n<p>Das Ende vom Lied war, dass ich mich im Haushalt mit beteiligte, beim kochen helfen, M\u00fcll runtertragen, Keller aufr\u00e4umen, gute Noten in der Schule haben, fleissig Hausaufgaben machen und \u00e4hnliches. Vermutlich f\u00fcr die heutigen Kinder in ihren NintendoDS (oder welche Konsole gerade total hip ist, whatever) und Wii Welten nicht vorstellbar. Nun, da ich meine Tugenden unter Beweis gestellt hatte, durfte ich es mir kaufen. Von meinem selbst ersparen Geld. Welch eine Gro\u00dfz\u00fcgigkeit. Wie dem auch sei, nach etwa drei Wochen warten und zaudern, lag die Email von Matthes Bender, welchen ich schon damals als Gott verehrte, in unserem AOL 5.0 Postfach. Allerdings erst 20.30 Uhr. Meine Eltern wachten streng \u00fcber die Computerzeit. Maximal zwei Stunden am Tag. Das hei\u00dft, Computer aus und auf den n\u00e4chsten Tag warten. Ich konnte kein Auge zu tun. Ich w\u00e4lzte mich stundenlang im Bett, in der Schule bekam ich nichts mit. Beinahe unvorstellbar heute f\u00fcr mich in Zeiten von OneKlick Buy \u00fcber Steam, mit Einkommen und schon lange kein Elternhaus mehr.<\/p>\n<p>Mein erster Clonknick war ziemlich gediegen:\u00a0 &#8222;Clonkfreak&#8220;. Mit dem Namen war ich aber nie in der Community, daher sollte der wohl recht unbekannt sein. \u00dcbrigens malte ich mit Leib und Seele Maps f\u00fcr Clonk. Denn ich hatte Erfahren, das man das mit der Vollversion machen k\u00f6nne. So malte ich immerzu heftige Melees, \u00e4hnlich dem Screenshot da oben. Es sah ziemlich toll aus, ging aber wohl leider mit einigen anderen Sachen aus meiner Kindheit unter. Ich kann es euch nicht mehr zeigen. Fast 10 Jahre sp\u00e4ter erfuhr ich dann von PeterW(?) \u00fcbrigens auch, das der Screenshot gefakt war. Man sieht es auch mit etwas genauem hinschauen. All die Jahre wurde ich betrogen. Unfassbar ;)<\/p>\n<p><strong>2002 &#8211; Community<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_605\" aria-describedby=\"caption-attachment-605\" style=\"width: 251px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/clonkspot.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/developer.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-605\" title=\"developer\" src=\"https:\/\/clonkspot.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/developer-300x225.png\" alt=\"\" width=\"251\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/clonkspot.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/developer-300x225.png 300w, https:\/\/clonkspot.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/developer-540x405.png 540w, https:\/\/clonkspot.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/developer.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-605\" class=\"wp-caption-text\">Der Entwicklermodus. Der Anfang vom Lied.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es gab kein anderes Spiel mehr f\u00fcr mich. Clonk war absolut das tollste. Dem Entwicklermodus entlockte ich langsam einige Kartenskills, mit Paint. Die Palette zu verstehen war nicht sehr einfach. Ich merkte irgendwann: Clonk+Internet. Moment, da geht was. Und tats\u00e4chlich, \u00fcber den AOL Browser kam ich per Javaclient nach #clonken. Ein reges treiben herrschte dort. Chatten in Echtzeit mit v\u00f6llig unbekannten Leuten. Eine Faszination, die bis heute anh\u00e4lt. Jedenfalls gab es schon gehostete Runden, \u00fcber IPs bekam ich das mit. Ich versuchte zu joinen und ja, ich kam rein. Es gab \u00fcbrigens noch keinen Masterserver, oder gar Lobby. Das ganze war recht primitiv. Und ich stie\u00df recht schnell mit meinem 56k Internet an die Grenzen, mehr als zum joinen kam ich nicht, ich flog immerzu raus. Frustrierend. Wenn mich nicht alles t\u00e4uscht waren damals boni und ck da, die mich von ihren Elfenbeinenen-ISDN T\u00fcrmen aus ignorierten. Seis drum, es blieb noch der Entwicklermodus.<\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/clonkspot.org\/blog\/2010\/09\/20\/10-jahre-clonk-ii\/\">Fortsetzung Teil II<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neulich kam mir der Gedanke mal zur\u00fcckzublicken, wie lange ich schon bei Clonk dabei bin. Im gleichem Gedankensprung viel mir dazu Tyrons Artikel dazu ein. Sichtlich inspiriert davon, m\u00f6chte ich meine Geschichte von Clonk erz\u00e4hlen. Ich erinnere mich recht gerne an all die Jahre. Und hey, 10 Jahre sind nicht wenig. 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