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3D + 2D = 1337

Das für ClonkRage 3D Modelle verwendet werden ist schon lange kein Geheimnis mehr. Man kann sie besser animieren, drehen und teilweise sind sie auch flexibler.

Worum es mir heute geht: Das erstellen von einem clonkigem 3D Modell ist aufwändig – aber danach muss noch nicht Schluss sein! Sobald das Modell steht, alle Texturen und Licht gesetzt sind, kann man noch mit einem 2D Programm weitermachen: Details! Als Beispiel kann ich einen kleinen Einblick in Infinity geben, da ich die Technik (in Clonk) noch nicht oft (außer in Empires) benutzt habe:

Wir arbeiten derzeit an einem Szenario, bei dem ein Observatorium eine große Rolle spielt. Mancher kennt es vielleicht aus dem Trailerschnipsel. Hier ein Vergleich:

Die Details via PS sind in wenigen Minuten aufgebracht. Im 3D Programm selbst hätte es mit modellieren, ausrichten, Testrendern noch locker über eine Stunde gedauert.

Vorteile dieser Methode:

  • die Grenze für Details kennt kaum ein Limit. In einzelnen Ebenen verteilt ist man flexibel und kann später auch jederzeit mehr hinzufügen. So sehen die „Patches“ für das Modell aus.
  • Details sind schnell und ohne viel Aufwand eingebracht
  • lokale Schwachstellen wie zu viel/zu wenig Kontrast können behoben werden

zu Beachten:

  • Erst wenn das Grundmodell fertig ist, sollte mit Details angefangen werden. Wenn sich das Modell noch häufiger ändert, dann macht man sich noch viel mehr Arbeit.
  • Funktioniert schwer bis gar nicht für animierte Objekte. Teillösung: Per anigrab nur die animierten Bereiche ausschneiden lassen und per ActMap dann richtig platzieren. Dann sind nur in den animierten Teilen keine 2D-Details mehr möglich.
  • Ist nicht sinnvoll, wenn man die Gebäude anderweitig als Ingame verwenden möchte (zB.: in einem Trailer als echtes 3D Modell in einer Szene).
  • Funktioniert natürlich nicht, wenn man die Modelle als Echtzeitmodelle verwenden möchte (zB: OpenClonk!). Aber dann malt man ohnehin in der UV-Map wo die Technik an sich ja wieder ihr Potential auspackt.

Besonders angenehm finde ich Grünzeug. In 3D eher ein Graus, wenn man nicht alles per Hand setzen möchte ist man eher auf fertige Generatoren angewiesen, die zwar toll und physikalisch korrekte Modelle ausgeben (zB Ivy Generator), aber diese sind in Clonk völlig überzogen wenn die Endgröße meist unter 100px liegt. Bis man alles konfiguriert hat ist auch schnell eine Stunde rum – in 2D dauerts nur ein paar Sekunden… . Klappt natürlich auch für Bäume, es sei denn die sind animiert – wie die aus dem Originalpack!

Natürlich lassen sich damit auch die Burned-Objekte gut realisieren, in diesem Fall die Zerstörungsstufen der Fabrik:

Und wieder: Alles in 3D zu modellieren hätte wesentlich länger gedauert und hätte derzeit keinerlei Vorteile gebracht.

 

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8 Kommentare

  1. Em-Eucarlo
    Am 4. August 2012 um 20:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Schöne Grafiken! Wobei: Wo ist das Projekt auf dem CCF geblieben? Naja egal…Ich persönlich bin noch nicht weiter als über die Pixelphase hinaus gekommen(hehe), und mich interessiert daher, ob man/du z.B. bei der Burgruine alles selber zeichne(s)t oder man z.B. den Steinblock wieder verwenden kann?

    • Am 4. August 2012 um 22:31 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Das Projekt wird bald relauncht, wir kämpfen noch mit CCF-Bugs.

      Deine Frage versteh ich leider nicht, kannst du das irgendwie umformulieren? :s

      • Em-Eucarlo
        Am 5. August 2012 um 09:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

        naja…Der Turm ist ja aus diesen Blöcken gemacht. Kann man dann einmal den Block zeichnen und ihn kopieren und diese Blöcke dann aufeinander stapeln, oder muss der Turm im ganzen gezeichnet werden?

        • Am 5. August 2012 um 13:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Der Turm wurde in Cinema4D erstelllt – nicht gezeichnet.

          • Em-Eucarlo
            Am 5. August 2012 um 17:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Okay. Dachte man zeichnet die Klötze da irgendwie(wie gesagt bin nur Pixler:D). Dann hat sich das ja geklärt.
            Danke!

            • Am 5. August 2012 um 21:28 Uhr veröffentlicht | Permalink

              Wenn du dich näher für das Thema 3D-Modellierung interessierst wäre Blender – ein kostenloses 3D-Modellierungsprogramm – als guter Einstieg zu nennen.

              • Em-Eucarlo
                Am 6. August 2012 um 10:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

                Jo, das hab ich auch schon. Nur es sieht für mich noch sehr kompliziert aus(habe es wegen Renderclonks gehabt, hatte aber falsche python und PIL, weshalb wieder alles runter ist) aber danke trotzdem, ich werde mir vielleicht einmal ein Tutorial anschauen bzw. im „Handbuch“(wenn’s das gibt) nachschauen.

  2. Shadow
    Am 5. August 2012 um 12:57 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Der Beitrag an sich ist ziemlich toll geschrieben und interessant! Ich würde auch gerne mal etwas darüber lesen, was mit er Clonk Rage Engine, im vergleich zur neuen Open Clonk Engine so alles möglich ist, wo ihre Grenzen liegen und wie groß der Aufwand wäre, verschiedenste wirklich tolle Neuheiten oder älte Wünsche der Community zu implementieren :)!

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